Futsal Regionalmeister 2015/16: E Jugend JSG Rippberg: Rippberg erst ausgeschieden, dann der Sieger ( quelle: www.torgranate.de)

Bei der Ermittlung des Regionalmeisters im Futsal bei den E-Junioren waren juristische Kenntnisse vonnöten:

ejugendregioLaut Turnierleitung war die JSG Rippberg nach der Vorrunde eigentlich schon ausgeschieden. Am Ende durften dann aber die Schützlinge von Trainerin Bianca Hasenauer doch noch jubeln und den Pott vom Regionalbeauftragten Werner Scheffler entgegennehmen.

Was war aber geschehen, dass der Sieger entgegen dem ursprünglichen Plan erst mit eineinhalbstündiger Verspätung ermittelt werden konnte? Nach der Vorrunde waren Schlitzerland, Rippberg und Hohe Luft Hersfeld allesamt punktgleich. Auch der direkte Vergleich endete dreimal unentschieden. Die Turnierleitung nahm daraufhin das punktlose Schlusslicht JSG Freiensteinau für die Berechnung der Platzierungen der drei Erstplatzierten aus der Wertung. Und da Rippbergs Partien gegen die unmittelbaren Konkurrenten zweimal torlos endeten, Hohe Luft und Schlitzerland sich dagegen 1:1 trennten, wären diese beiden Mannschaften aufgrund dieses einen Tores im Halbfinale gewesen. Dies wollte Rippbergs Betreuerteam aber nicht so einfach hinnehmen und schaute nochmals in den DFB-Regularien nach. Und siehe da, auch die Partie gegen den Tabellenletzten musste mit eingerechnet werden. Daher hatte nun Rippberg gegenüber Hohe Luft die Nase vorn. Da nutzte es Hohe Luft auch nichts, dass das erste Halbfinale gegen Bad Soden/Salmünster bereits mit 2:0 gewonnen worden war. Die Mannschaft wurde nachträglich auf Rang drei in ihrer Vorrundengruppe gesetzt, und Rippberg, dessen Spieler sich bereits umgezogen und sich gedanklich schon auf dem Nachhauseweg wähnten, kehrte tatsächlich auf das Spielfeld zurück.

„Es hat sich für uns ja letztendlich gelohnt, dass wir darauf gepocht haben, weiter spielen zu dürfen. Wir hätten uns geärgert, wenn wir es nicht gemacht hätten. Das waren wir den Kindern schuldig. Die Turnierleitung hat sich dann auch tausendmal bei uns entschuldigt“, begründete Bianca Hasenauer, Trainerin der JSG Rippberg, das entschiedene Vorgehen ihres Betreuerstabs.

Bad Soden bekam also nochmals die Chance, ins Finale einzuziehen, scheiterte diesmal aber nach Sechsmeterschießen. „Meine Spieler waren danach auch etwas müde. Wir hatten schließlich im Gegensatz zu allen anderen Teams eine Partie mehr zu bestreiten. Trotzdem hat unsere Mannschaft eine sehr starke Leistung gezeigt, ist bis an die Leistungsgrenze gegangen“, analysierte der Trainer des JFV Bad Soden/Salmünster Volker Kupke das Turniergeschehen. Die Tore für sein Team erzielten Elias Pfahls (3) und Vic Urban (1). Im Spiel um Platz drei unterlagen die Kurstädter nach einem Treffer von Jonas Nitz der JSG HGM Fulda mit 0:1. „Es ist schon ärgerlich, wenn man im Halbfinale im Sechsmeterschießen scheitert. Aber trotzdem hat die Mannschaft ein gutes Turnier gespielt“, zog Trainer Torsten Steinert ein zufriedenstellendes Fazit.

Die JSG Rippberg durfte sich dagegen dank ihrer Nervenstärke beim Sechsmeterschießen als Sieger feiern lassen. Sowohl im Halbfinale gegen Bad Soden/Salmünster als auch im Finale nach einem torlosen Remis nach den ersten zwölf regulären Minuten stand es unentschieden. Und zweimal behielten Rippbergs Akteure kühlen Kopf und konnten am Ende doch noch den Pokal mit nach Hause nehmen – womit gut zwei Stunden vorher keiner mehr gerechnet hatte. / rd

Für Rippberg spielten: Schneider; Müller, Heiner (1), Matijevic, Winter, Stephan (1), Pappert, Hasenauer, Fröhlich, Seifert (1), Bianco.
Für Wartenberg kamen zum Einsatz: L. Killer; Zein, Hofmann, Möller, L. Müller, Schwichtenberg, F. Killer.
Für HGM Fulda spielten: Hill; Leibold, Ruppel, Krönung, Hamm, Willmer (2), Sawatzky, Nitz (2), Steinert, Schneider, Steinhorst.
Für Schlitzerland spielten: Weber; Karnoll, Wendt, Born, Janz, Schmidt, Trier.