Ruppel absolvierte Probetraining bei Schalke 04 ( quelle: torgranate.de)

Von der Kreisliga in die Bundesliga – dieser Sprung könnte Nachwuchstalent Franz Ruppel von der JSG Rippberg/Eichenzell gelingen. Von Sonntag bis Dienstag absolvierte der Löschenroder ein Probetraining beim Nachwuchs von Bundesligist Schalke 04 – nachdem er bereits einmal bei Ligakonkurrent FSV Mainz 05 mittrainiert hatte.

„Die Qualität der Spieler ist natürlich höher, als ich es gewohnt bin. Von den Übungen her sind die Unterschiede jedoch nicht sehr groß, auch bei Rippberg/Eichenzell geht es ähnlich seriös zu“, konstatiert der 15-Jährige, der bei einem Spiel der Hessenauswahl von einem S04-Scout entdeckt wurde.

Nach einer Führung über das Gelände und einer Übernachtung im Internat des Vereins, durfte Ruppel am Montag beim Training auf dem Platz zeigen, was er kann. Besonders der Kontakt zu den Profis des S04 gefiel Ruppel: „Der Platz der ersten Mannschaft war direkt nebenan, das war in Mainz nicht so.“

Die drei Tage in Gelsenkirchen waren für den offensiven Mittelfeldspieler eine gute Erfahrung: „Es hat Spaß gemacht und war mal was Neues.“ Auch U-16-Trainer Frank Fahrenhorst zeigte sich zufrieden. „Er hat mir in einem persönlichen Gespräch erzählt, dass ich einen guten Eindruck hinterlassen habe. Die Scouts, der Trainer und der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums werden sich jetzt zusammen setzen und besprechen, ob es ein Angebot geben wird“, erklärt Ruppel. Mit einer Entscheidung sei spätestens in zehn Tagen zu rechnen. Ob der 15-Jährige den Schritt zum Bundesligisten wagen würde, steht noch nicht fest: „Wenn ein Angebot kommt, müsste ich mir alles gut überlegen und mich mit meiner Familie unterhalten. Von daheim weg zu gehen, von meiner Familie und meinen Freunden, wäre ein sehr großer Schritt.“

Doch unabhängig davon, wie es im Sommer weitergeht, spielt Ruppel zunächst noch die Saison bei Kreisligist Rippberg/Eichenzell zu Ende. Am Gründonnerstag (18.30 Uhr) steht das Topspiel gegen den FV Horas an – beide Mannschaften sind noch ungeschlagen, durch ein Unentschieden liegt Horas jedoch zwei Punkte hinter der JSG.

Kurios: Das Spitzenspiel wurde schon einmal angepfiffen, nach sechs Minuten stand es bereits 2:0 für die Gastgeber – kurz darauf fiel jedoch das Flutlicht am Kerzeller Sportplatz aus und das Spiel musste abgebrochen werden. Nun also die Neuauflage des Krachers – erneut in Kerzell. „So etwas wie im ersten Versuch wird nicht noch einmal passieren. Es wird ein schweres Spiel werden, ich bin aber zuversichtlich, dass wir gewinnen können.“